FrogAusstellungen & Veranstaltungen im
Paddenkrug 2009 bis 2012

Mai 09
Fu:xx. "kraftvoll, filigran & rattenscharf"
fuxx
Sa.16.05.2009, 20:00 Uhr

first we take Pinnow, than we take Dubaiy

Ein großer musikalischer Abend in Pinnow. Vor zahlreichem begeisterten Publikum zeigten die Damen
Henrike Baumgart, Voice & Katrin Kirchner, Piano, ihr Können mit Standards u.a.von Tom Waits, allerdings ohne die Stimme mit Whisky and cigars zu ölen sowie des Country-Stars "Man in Black" Jonny Cash und eigene Kompositionen.
Es gab einen kleinen Ausflug in jazzige Gefilde mit einem Piano-Solo von Chick Corea und einen sehr überzeugenden Scat-Gesang von Henrike.
Zur Verbesserung des Tourismus im Emirat Dubaiy werden beide bald die Gäste dort unterhalten, wir wünschen viel Erfolg!
Weitere Informationen Webseite zu f:uxx
KOnzert
Konzert
henrike 
Konzert Konzert
Konzert Konzert

Jun 09   
"Momente" - Foto-Ausstellung
vom 6.6. bis 20.6.2009


Renée Yvel wurde in Lutherstadt Wittenberg geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Neben dem Schreiben von Gedichten, Gestalten von Katalogen ist sie auch mit ihrer Kamera unterwegs. 1 ½ Jahre lang begleitete sie das Ensemble um Jazz Lyrik Prosa. Aus dieser Arbeit entstand ein Sach-, Dokumentations- und Portraitbuch mit dem Titel "Jazz Lyrik Prosa", welches Josh Sellhorn schrieb. Im November 2007 inszenierte sie ihre erste Ausstellung "Zeit und Raum". In diesem Konzept ging es darum, einen Raum zu schaffen, in dem sich Zeit genommen wird, um sich und auch anderen zu begegnen. Die Ausstellung war in ein Konzert mit - zu ihren Gedichten - ausgesuchten Liedern von Franz Schubert aus dem Zyklus "Die Winterreise" und Liedern von Hugo Wolf und Robert Schumann gebettet. In ihren Gedichten und Bildern geht es ausschließlich darum, das Gelesene, Empfundene und Gesehene für sich sprechen zu lassen. Die Betrachter sollen dazu angeregt werden, sich selbst beim Entdecken zu erleben - genau in diesem Augenblick - in diesem Moment. Es bleibt ihnen überlassen, ob und welche Bedeutung sie den Bildern, der Musik und den Texten geben möchten und welche Aussage diese für sie haben sollen.

Details1
Foto von Renée Yvel

lesung Fotografin
Lesung                                                                                                    Fotografin Renée Yvel

Publikum Publikum

Publikum

Sept 09
Krähenschrift
Porträt Caro
www.carolaczempik.de
Porträt Betina
www.element-video.de
vom 05. bis 13. September 2009
Carola Czempik:
1976 -1978 Studium des 'Mime Corporel' und modernen Tanzes an der HDK Berlin
1976 - 1983 Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin, Magister Artium
1987 - 1990 Studium der Bildhauerei bei F. Dornseif und J. Hashimoto an der UDK Berlin
1987 - 1993 Studium der freien Malerei bei Prof. Herrfurth an der UDK Berlin
seit 1993 freischaffend tätig
seit 2006 Dozentin an der Landesakademie für Schulkunst und Theater Schloss Bad Rotenfels bei Karlsruhe
Lebt und arbeitet in Glienicke/Berlin
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Betina Kunztsch:
1983-1988 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig

1988 Diplom mit einer Video Arbeit
seit 1988 Videotapes und Installationen
1990 Mitgründung des Vereins für Videokunst und Multimedia, Berlin
1990 Mitgründung der Videoproduktion KOPPFILM, Berlin
2005 Gründung der Künstlergruppe lu biks mit Ilka Lauchstädt, Karina Pospiech und Sabine Wild
lebt und arbeitet in Berlin

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Vernissage: Heidrun und Volker Mirschel, Viola & Piano
Finnissage: Joachim Gies, Saxophon-Performance
www.jochimgies.de


Pressestimmen
MAZ-Artikel zur Ausstellung
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Vorbereitung zum Hängen der Bilder
krähenschr2
Installation Salztafel
Krähenschr
Die Künstlerinnen Betina und Carola
Krähenschrift
Musik zum Auftakt  
Krähenschr
Hagelsalzbeet mit Eat-Art
Krähenschr
Video Betina Kuntzsch
Krähenspr
Die Scheune mit Installationen beider Künstlerinnen
Krähenschr
Installation Carola Czempik
Krähenschr
Carola Czempik - Krähenschrift lesen
Krähenschr
Salzpapier Carola Czempik
sax performance
Sax-Performance Joachim Gies
sax performance
Sax-Performance
sax performance
Sax-Performance
Besucherin
interessierte Besucherin  
galeristin
Jo Eckardt †, Galerie ABAKUS, Berlin-Weißensee

pdf-icon Rede von Jo Eckardt zur Eröffnung
hier Herunterladen
Rede Jo Eckardt


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Okt 09

Halloween
Halloween - Lesung mit Michael Engelke
mit Grabesstimme las Michael Engelke klassische Geschichten mit Gänsehauteffekt, u.a. von Edgar Allen Poe, Michael Solugub und Ray Bradburry, während Anneli Lemke als Hohen Neundorfer Stadtratte zum Zwischenspiel ihr Klavier malträtiere und ihm schaurige dissonante Sequenzen entlockte,
unter anderem mit Hilfe eines Reisigbesens, so das den interessierten Zuhörern der Kürbishappen in der Speiseröhre stockte.
Schaurig, schaurig!!
Hallo1
es glotzen die leeren Kürbisaugen
Hallo
es kommt noch ein Krötenauge in das Süppchen
Hallo Hallo
Hexen hexen und erst recht im Paddenkrug am 31.10.   die ersten Gäste sammeln sich um den aufgebahrten Leichnam   
Hallo   Hallo
vor der Lesung   Michael Engelke und Anneli Lemke

Jan 10
Konzert Ruth Hohmann am 09.01.10

Trotz fauchenden Windes und fortlaufender Schreckensmeldungen über ein Wetter Déjà-vu a la Jahreswende 1978/79
haben sich viele Jazz-Begeisterte nicht davon abhalten lassen, den Paddenkrug zu besuchen, um Ruth Hohmann
in kleiner Besetzung (mit Stefan Hessheimer, bluesharp und Sebastian Undisz, p) zu erleben.
Die zierliche Queen des Jazz legte sich mit ihrer dynamischen Stimme, von den höchsten Tönen bis zu den kratzigsten Klängen auch so ins Zeug, dass alle im Auditorium das häßliche Wetter draußen schnell vergaßen.
Ob beim "Basin Street Blues", "Nobody knows you when you down and out" von Bassie Smith oder "Savoy" zeigte Ruth Hohmann ihr furioses Können und stand bei vielen Titeln im Scat-Gesang der großen Ella Fitzgerald in nichts nach.
Selbst den Macky Messer-Song, wo routinierte Konzertbesucher meist schon zu gähnen beginnen, trug sie so überraschend vor, als hätte Kurt Weill ihn grade erst komponiert.
Die beiden Herren an ihrer Seite ließen sich von der Stimmung des Publikums so mitreißen, dass sie im Laufe des Konzertes immer besser wurden. Beide sind im Oderbruch zu Hause, in Groß Neuendorf bzw. im benachbarten Ortwig, was zeigt, dass das Oderbruch auch in künstlerischer Hinsicht sehr fruchtbar ist.
Stefan Hessheimer betreibt dort eine Galerie und führt zu dem Koch- und Fotokurse mit Interessenten durch.
Ruth Hohmann berichtete nach dem grandiosen Konzert, dass sie sich am nachfolgenden Sonntag keineswegs ausruhe, sondern sich auf den Weg zu einem weiteren Konzert in Chemnitz mache.
Der Paddenkrug wünscht Frau Hohmann eine nicht nachlassende Kraft und Stimme und noch eine weitere Reihe solch großartiger Konzerte wie an diesem winterlichen Samstag in Pinnow, take care and keep on swinging!

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Pressestimmen
MAZ-Artikel zum Konzert

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Weitere Links zu den Künstlern:

Jazz-Collegium mit Ruth Hohmann
Koch und Kunst, Stefan Hessheimer
Pianist und Komponist Sebastian Undisz
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Ruth H1
Ruth Hohmann, voc
Ruth H2
Der volle Saal des Paddenkrugs
Ruth H3
let's swing!
Ruth H4
bei mir bist du scheen...
Ruth 5
solo for bluesharp
Ruth H6
clap your hands for the band!
Ruth H7
in action
Ruth H8
die voluminöse Stimme in der Pinnower Winternacht

Juni 10
heilige Krähen
19.06.2010, die heiligen Krähen mit Songs der 20er bis 40erJahre


DIE HEILIGEN KRÄHEN - entstanden als einmalige Fun-Aktion im Februar 2001- sind sie ein Fun-Projekt der singenden und swingenden Damen zwischen 35 und 61 geblieben.
Alle 8 Damen kommen ursprünglich aus einem Kirchenchor und sind in der Lage, die Stimmgruppen Sopran, Alt, Tenor und Bass zu besetzen. Ansonsten sind alle Krähen in den verschiedensten Berufen tätig (Musikstudierte sind auch dabei).

Don't cry, Mr. President oder die erfolgreiche Säkularisierung eines Kirchenchors

Der US-Präsident hat gewichtige Sorgen, erst wird Louisiana durch Katrina in Schutt und Asche gelegt, dann läuft das ganze schöne Öl aus
und jetzt verlagert sich das Zentrum des Swing auch noch von Amerika ins kleine Pinnow, der schwerste Schlag seit Schließung des Vergnügungszentrums Storyville in New Orleans seit 1917!
Bereits im Januar haben wir es bewiesen und jetzt endgültig bestätigt, Pinnow swingt!

Die acht Ladies der Gruppe "Heilige Krähen", teils als Boygroup befrackt, teils als mondäne Damen mit Federboa haben an einem lausigen Sommerabend in Pinnow den ehemaligen Tanzsaal auf der winzigen Bühne zum Kochen gebracht.
Der Paddenkrug verwandelte sich in die Carnigie-Hall (Benny Goodman), ein Hollywood-Aufnahmeraum (Andrew-Sisters) und in ein UFA-Tonstudio (Zara Leander). Selbst Jopie Heesters wurde entmumifiziert und sein schneeweißer Schal raschelte, als er die Herzen der stolzesten Frauen brach.
Moderatorin und Sängerin Sabine Posselt bestach mit launigen Ansagen und auch die didaktische Komponente, Frau Posselt ist Lehrerin, fehlte nicht, so frischte das Publikum die Englisch-Kenntnisse bei "snap your fingers" auf und lernte halbwegs unter sachkundiger Anleitung den a capella -Gesang, denn nicht alle sind so talentiert wie die "Krähen".
In die Pause fuhr der Paddenkrug mit dem chattanooga choo choo, dem einzigen Zug, der bei der Deutschen Bahn noch zuverlässig verkehrt, um sich dann den Songs der Comedian Harmonists, begleitet von bemerkenswerten Kostümierungen, hinzugeben.
Zum Finale erfolgte mit dem Gospel "Oh Happy Day" die Besinnung auf die Wurzeln als Kirchenchor und das Auditorium war hoch entzückt, vergaß das miese Wetter draußen und stimmte
mit dem veranstaltenden Paddenkrug überein: liebe Krähen, bei uns seid Ihr scheeen!

Maria
Maria, die Pianistin                                                                Chattanooga choo choo

Sol solo
Solo mit Pianobegleitung                                                       Warten auf den nächsten Auftritt      


Kostüm Krähen
Ich wollt' ich wär ein Huhn!                                     rauschendes Finale!



Im Juli 2011 haben sich die Krähen leider aufgelöst
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Aug
10
der rosmarie den wind...
Werke des Südtiroler Dichters norbert c. kaser
Eine Lesung mit Anton Prestele

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Flyer zur Veranstaltung (PDF)

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Anton Prestele bei der Lesung
Zechen und Dichten gilt vielen als glückliche Symbiose und der berauschende Trunk geradezu als Schmierstoff der Kreativität, haben doch viele prominente Künstler ein Augenzwinkern für sich und die Umgebung übrig, bevor sie wieder das Glas ansetzen. Zu den Vertretern der zur Selbstironie neigenden Dichter/Trinker-Fraktion gehören sicher Hemingway, Graham Green und auch Dylan Thomas, der kurz vor seinem Tod im Chelsea Hotel in New York meinte: "Ich hatte gerade 18 Whiskys, ich denke, das ist ein Rekord" aber sicher nicht Kaser, der geradezu spröde und rücksichtslos den Abgrund öffnete,
vielleicht noch zu vergleichen mit Charles Baudelaires und seinen "Blumen des Bösen" aus dem 19. Jahrhundert, abstoßend, düster, pessimistisch.

Geboren 1947 in Brixen war Kaser vieles: abgebrochener Student, Mönch, Lehrer und Mitglied der KPI, vor allem aber ein rebellischer Dichter, ein Gegner der verkrusteten gesellschaftlichen Strukturen, ein schmerzhafter zeitkritischer 68er der Literatur und konsequenter Kleinschreiber.
Schwer alkoholkrank und neurotisch hat sich der früh verstorbene Dichter noch einer Kur in der DDR (Bad Berka), wohl auf Vermittlung der italienischen Kommunisten, unterzogen und starb dann 1978 an den Folgen einer Leberzirrhose.
In seinen letzten Gedicht über seinen krankheitsbedingten Wasserbauch blitzt dann doch noch so etwas wie Selbstironie auf:
Unter dem Titel "ich bin ein faß" scheibt er :
"ich krieg ein kind
ein kind krieg ich
mit rebenrotem kopf
mit biergelben füßen"...

Seine Werke erreichten erst postum Anerkennung und heute sind Arbeiten von ihm Bestandteil der Schuliteratur in Österreich und Südtirol.

Anton Prestele, für den Kaser neben Trakl und Benn zu den größten Dichtern des 20. Jahrhundert gehört, liest ihn eindringlich mit Stimme wie Körper, so dass einem der Atem stockt und man geneigt ist, Halt zu suchen, um nicht mit hinein zustürzen in die Schluchten der Kaserschen Gedankenwelt. Ein ernster wie bewegender Abend, an dem auch einige Zuhörer zur Pause aufgaben und dann vor der Tür das taten, was Kaser eben auch machte: Wein trinken, denn bei manchen Gedichten braucht man nicht nur Alkohol zum Schreiben, sondern auch zum Zuhören.
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Sept
10
B_Port3.GSD
Joachim Gies - Saxophone und Komposition
Ravi Srinivasan (Singapur) - Tabla, Udu und Perkussion
Chris Dehler - Didgeridoo, Maultrommeln, Klangschalen, Monochord


B-Port01
Joachim Gieß, Ravi Srinivasan, Chris Dehler
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Klänge und Geräusche verdichten sich zu Stimmungen und Atmosphären, Rhythmen entfalten eine pulsierende Dynamik. Es entstehen gehörte und geschaute Landschaften, Erinnerungen werden wach, Gerüche wehen heran; erträumte Orte oder längst vergessene? Die drei Musiker von B_Port3.GSD generieren ohne den Einsatz von Elektronik Klangschichtungen, deren Zuordnung die Hörer herausfordert.Dabei atmet ihre Musik eine erfrischende Unmittelbarkeit und überrascht mit einer Spielfreude, die gerade auch das Zuschauen zum Vergnügen macht.


Der Saxophonist und Komponist Joachim Gies, geb. 1956 in Bonn, studierte in Berlin Musik, Literatur- und Politikwissenschaft. Mit seinem Saxophonspiel erschließt Joachim Gies differenzierte Klangstrukturen: zart, farbenreich, fragil. Auf seinem experimentellen Weg zum Horchen und Lauschen begegnen den Hörern überraschenden Klangschichtungen. 2009 Konzerte in Tel Aviv (Israel), Teilnahme an dem Internationalen Musikfestival ROARING HOOVES (Mongolei); Konzerte in der Philharmonie von Ulan Bator, in der Wüste Gobi und in buddhistischen Klöstern. Im Herbst 2009 ist die aktuelle CD Shimmering des Trios SOUND/BODY/CELLS erschienen. 2008 Konzerte in der Philharmonie von Ulan-Ude (Republik Burjatien, Russische Föderation) mit burjatischen Künstlern. Im Duo mit der israelischen Sängerin Ronni Gilla Mitwirkung beim Literaturfest der Akademie der Künste Berlin. Aufführungen von Kafka - Vertonungen in Tscheboksary (Republik Tschuwaschien, Russische Föderation). CDs bei Leo Records, unter anderem 2007 "Tenderness of Stones" mit der Vokalistin Lauren Newton. Partituren im Hermann Löffler Verlag bei Ries und Erler Berlin. Hörspielproduktionen mit Jörg Jannings, Literaturvertonungen und musikalische Begleitung von Lesungen mit Tina Engel, Peter Fitz, Peter Härtling, Werner Rehm, Gerd Wameling und Hanns Zischler. Konzerte mit Joëlle Lèandre, Lauren Newton, Cecil Taylor, Ernst-Ludwig Petrowsky, Johannes und Matthias Bauer in Europa and Asien.

Ravi Srinivasan, geboren in Singapur, studierte Violine und das klassische Indische Trommelpaar Tabla. Seit 34 Jahren ist Ravi mit seiner Musik in der Welt unterwegs vom Äquator bis nach Grönland. Er spielt in diversen Ensembles und war als Gast bei Festivals wie dem Bindadin Kathak Festival Delhi 1997, InnTöne 2002 (Österreich), Musica Vitale Berlin 2005, Roches Celtiques 2007 (Frankreich) zu sehen. Ravi ist auch gefragt als Begleiter des indischen Kathak Tanzes. 2006 gewann Ravis Trio Indigo Masala den Creole Weltmusik Preis in Hannover, das Debütalbum des Trios "Big Gods and Little Animals" wurde für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2008 nominiert.

Chris Dehler begann seine Laufbahn als Schauspieler 1974, nach einer abgeschlossenen kaufmännischen Lehre. Tourneen durch Deutschland, Frankreich und Italien, längere Aufenthalte in Norwegen und Australien, Studien des No-Theater, Kabuki Buyo, Peking Oper, Balinesischer- sowie Indischer Tanz, bilden einen vielseitigen Hintergrund für spätere Aufgaben an Stadttheatern und Landesbühnen, als Regisseur, Choreograph und Schauspieler. Seit 1982 tritt Chris Dehler als Multiinstrumentalist und Obertonsänger mit einem Schwerpunkt auf sogenannten monotonen Instrumenten mit großem Obertonreichtum auf. Sein Hauptinstrument ist das Didgeridoo. Er spielt zudem Monochorde, Maultrommel, Obertonflöten und besitzt eine Sammlung von 80 Klangschalen. Chris Dehler tritt Solo und in unterschiedlichen Besetzungen auf und ist auf diversen Einspielungen als Gast zu hören. 2007 inszenierte er die Barockoper Cefalo e Procride, die im Rahmen der Uckermärkischen Musikwochen aufgeführt und für den Rundfunk Berlin Brandenburg aufgezeichnet wurde.
Port_B2 Port_b3

B-Port3

B_Port3. GSD in Aktion
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April 11 
Damals war's - Jahrgangsbücher
40er bis 70er Jahre
Jugendsünden und andere schöne Erinnerungen
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Constanze Treuber und Dr. Helga Wagner lasen

Constanze Treuber, geboren 1954 in (Ost-)-Berlin, aufgewachsen in Berlin-Friedrichshain, studierte von 1974 bis 1978 Journalistik an der
Karl-Marx-Universität Leipzig. Im Anschluss arbeitete sie bis 1991 als Redakteurin im Berliner Verlag. Seit 1992 ist sie als freie Journalistin, Autorin und Lektorin in Berlin tätig.
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Helga Wagner wurde 1943 in Gera geboren. Nach einer Lehre als Industriekaufmann, entschließt sie sich Journalistin zu werden, absolviert ein Volontariat

bei den "Thüringer Neuesten Nachrichten", studiert Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig, wird dort ab 1966 wissenschaftliche Mitarbeiterin. Sie promoviert
und habilitiert sich und arbeitet bis 1991 als Dozentin. Danach ist sie Feuilletonredakteurin bei
der "Leipziger Volkszeitung" und ab 2006 freie Mitarbeiterin für verschiedene Zeitungen. Sie lebt in Mecklenburg.
Im Wartberg Verlag sind von ihr mehrere Bücher erschienen, unter anderem "Wir vom Jahrgang 1943" und "Bino, Fit und Arthur der Engel - Werbung in der DDR".
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Im Verlagsverzeichnis stöbern...
Wartberg Verlag
Helga Wagner
Helga Wagner liest
Const_Treuber
Constanze Treuber liest
Assistent_Lesung
technische Assistenz durch Eberhard Storch:
Sind es nun die Russen oder Amerikaner
oder doch die Russen?
  Lesung
Das überwiegend reifere Publikum war gerührt,
weißt du noch.....?
Der Frosch kehrt an seinen Ursprung zurück!

Bernd Hüppauf las aus seinem 02/2011 bei transcript erschienenen Buch

Vom Frosch
Einband

Eine Kulturgeschichte zwischen Tierphilosophie und Ökologie

"Aus der Froschperspektive – in dieser originellen Kulturgeschichte spiegelt das Verhältnis des Menschen zum Frosch die Wendungen und Krisen seiner Beziehung zur Natur und zu sich selbst. Am Ende steht nicht weniger als das Fundament einer neuen ökologischen Ethik." (aus dem Programm des transcript-Verlages)


Bernd Hüppauf (Prof. Dr.) ist Emeritus für Deutsche Literatur und Literaturtheorie der New York University. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Mentalitäts- und Kulturgeschichte der Moderne.


Näheres zum Buch, eine Leseprobe sowie ein Interview (YouTube-Video) mit Prof. Hüppauf zeigt dieser Link des
[transcript]- Verlages


transcript-Verlag
Lesung1
bei der Lesung
Auditorium
Das Publikum lauschte voller Interesse
LESUNG"
Prof. Hüppauf las nicht nur, sondern erzählte auch sehr plastisch
Achte den Frosch, damit achtest Du auch den Menschen!
Ein Vortrag philosophischer Natur, der den großen Bogen
spannte vom kleinen und fast unbeachteten, sogar verachteten Lebewesen bis hin zum Symbol der Öko-Bewegung.
Sprachgewaltig und bildhaft trug der emiritierte Professor seine
Erkenntnisse vom Frosch vor, ein leidenschaftliches Plädoyer
wider der Gigantomanie, dem Fetisch des Maßlosen und der übersteigerten Leistung.
Dankbar nahm das Publikum seinen Denkanstöße mit.
Sei ein Frosch!
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Juni 11
Joachim Gies & Sound/Body/Cells

Ronni Gilla (Israel) / Soprano, Vocal Artist
Joachim Gies (Germany) / Saxophone, Composition
Denis Stilke (Germany) / Percussion


Sa. 18.06.11
"Das Sirren der Trafohäuschen. Schritte, die im Hausflur verhallen. Ein Hund heult Satelliten an. In der Ferne rattert die Bahn. Nacht in der Großstadt. Menschenleere Straßen. Auf einer alten Schreibmaschine tippt jemand am offenen Fenster den längst fälligen Abschiedsbrief und wird ihn niemals abschicken. Im Hintergrund knackt es im Weltempfänger. Ein Voodoopriester stampft auf den Boden. Die bunte Leuchtreklame an der Bar gegenüber beginnt zu flackern. Aus dem Keller nebenan dringt der treibende Beat eines Schlagzeugs. Eine Frauenstimme nimmt Kontakt zu den Schwestern der Geister der Ahnen auf. Ein Saxophon singt eine schräge Melodie, die einen nicht mehr loslässt. An der Tür hängt ein Plakat: SOUND / BODY / CELLS. Im Park versammeln sich die Vögel. Die Tiere übernehmen die Herrschaft. Bis der neue Morgen graut. Das Trio SOUND / BODY / CELLS besteht aus der Sängerin Ronni Gilla, Perkussionist Denis Stilke sowie Joachim Gies, Saxophon und Komposition. Im Spannungsfeld zwischen tiefer, dunkler Großstadtmusik und den lichten, überirdisch anmutenden Gesängen der Schamanen, hat das (unplugged spielende!) Trio unerhörtes musikalisches Neuland betreten. Zwischen laut und leise, kraftvoll und zart wird diese Musik eins mit dem Raum, in dem sie gehört wird. Dies ist keine Kopfmusik, kein esoterisches Gebrumme. Dies ist Musik, die einen, wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat, im Innersten berührt. Die in Berlin lebenden Mitglieder des deutsch-israelischen Trios kommen aus den unterschiedlichsten musikalischen Ecken. So arbeitete der Saxophonist Joachim Gies unter anderem mit Cecil Taylor, Ernst-Ludwig Petrowsky, Johannes Bauer oder Hanns Zischler zusammen, spielte Schlagzeuger Denis Stilke in Metal-, Jazz- und Elektronikformationen, während Vokalkünstlerin Ronni Gilla als Solistin des Jüdisch-Arabischen Jazz Ensembles oder auf der Opernbühne die Poesie und Klangfülle der menschlichen Stimme ergründete. All diese Erfahrungen fließen subtil in die Musik des Trios ein, und bilden doch etwas vollkommen Neues – nachzuhören auf dem Album Shimmering oder in einem der Konzerte des Trios." (Text: Red Current)
Quelle: Webseite Joachim Gies,http://www.joachimgies.de
Konzert1 Konzert
Konzert   Konzert
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Sept 11
Konzert Ruth Hohmann
Im August feierte Ruth Hohmann ihren 80. Geburtstag im Rathaus Köpenick, dem Austragungsort von Jazz in Town, und wieder gastierte sie im Paddenkrug nach ihrem ersten Konzert im Januar 2010 in der Trio-Besetzung mit Pianist Sebastian Undisz und Bluesharp-Spieler Stefan Hessheimer. Waren es die Wetterunbilden des Sturmtiefs "Daisy", welches 2010 die Zuhörer nicht davon abhalten konnen, zum Konzert zu erscheinen, so war es diesmal der triste Herbstregen wie der Berliner Wahlsonntag, welche die Zuhörer am Sonntag nachmittag überhaupt nicht beeindruckten, um dem Konzert zu lauschen.
Es hat sich gelohnt! Fast könnte man salopp Berlinerisch sagen, je öller, desdo döller, war doch ein Jazzsong auch in Berliner Mundart.
Ansonsten ein großes Konzert, mit Musikern in Bestform und einem begeistertem Publikum, dass den Künstlern soviel Hochachtung zollte, dass es schier vergaß, nach den Jazz-Chorussen zu klatschen.
Ruth1
Ruth Hohmann mit Stefan Hessheimer
Ruth2
Trio in concert
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Okt 11
Detlef Hanßen

Detlef H.

Detlef Hanßen,seit Jahrzehnten leidenschaftlicher Fotograf,
veröffentlichte in der DDR seine Fotos im "Magazin", "Sonntag" sowie "Elternhaus und Schule".
Er war selbst einmal Mitglied der Paddenkrug-Community und bereist jetzt als Rentner die fernsten Länder.
Fotoaustellung mit Bildern aus Syrien und Libanon

DH_01
verschleierte Frau
Golan
UN-Schutzzone an den Golanhöhen
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Nov 12
Lieblingsstücke für Geige und Klavier


Heidrun Mirschel (g) und Anneli Lemke (p) spielten Werke von Bach, Mozart, Schubert und Dvořák
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Heidrun Mirschel erhielt ihre Ausbildung für Violine und Viola an der Musikhochschule "Franz Liszt" in Weimar bei Prof. Friedemann Bätzel und an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin bei Prof. Peter Tietze als Konzertgeigerin. Sie unterrichtet an der Musikschule "Béla Bartók" Berlin-Pankow Violine und Viola und leitet die Abteilung der Studienvorbereitenden Ausbildung dieser Schule. Nebenberuflich konzertiert sie als Solisten und in namhaften Orchestern.

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Anneli Lemke begann ihre Ausbildung in Leipzig bei Prof. Günther Kootz im Fach Klavier und studierte dann weiter an der Musikhochschule "Hanns Eisler" in Berlin bei Frau Prof. Grete Herwig, Frau Prof. Christ-Maria Hellmich und bei Prof. Paul Badura-Scoda in Wien. Schon während ihres Studiums arbeitete sie bei Jean Weidt an der Komischen Oper in Berlin und mit dem Kammerchor Berlin-Friedrichshagen. Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet sie Klavier und Korrepetition an der Musikschule "Béla Bartók" Berlin-Pankow.
Konzert1
Warten auf den Besucheransturm
Publikum
das dankbare Publikum
 
Schubert und Dvořák bildeten zweifellos die Höhepunkte des Konzertes, als Zugabe und Tribut zur leichten Muse gab es dann noch eine Filmmusik zum Klassiker von 1955 "Ladykillers" und einen Czardas, weil es Advent war. Bei vereinzelten Teilen des puristischen Publikums gab es dazu zwar ein Aufstöhnen, aber sehr dezent, wie es sich so beim Klassik-Konzert gehört.
Am 07.01.12 können sich die Konzertfreunde auf einen Winterreise begeben, bis dahin warm anziehen !
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Jan12
Zu einem Quasi-Neujahrskonzert lud der Paddenkrug  am 07.01.12 ein. Gespielt wurde die Winterreise, Opus 89, von Schubert, mit Texten von Wilhelm Müller.
Der Liederzyklus von 1827, ein Jahr vor Schuberts Tod, ist eines der bedeutendsten Werke der Romantik.
Vorgetragen wurde der Zyklus von Anneli Lemke, Piano und Michael Engelke, Tenor. Michael Engelke hat sowohl Gesang als auch Dirigat studiert und tritt auf diversen Veranstaltungsorten, u.a. in der Berliner Philharmonie , mit seinem Chor auf.
Anneli Lemke hat in Ihrer kurzen Einleitung auf das Grundmotiv des Zyklus hingewiesen, die Totenglöckchen.
Die insgesamt 24 Lieder hängen nicht zusammen, wohl ist aber der ganze Zyklus wie der Lebensweg eines Menschen zu verstehen und nähert sich mit dem Ende immer mehr der Traurigkeit wie der Hoffnungslosigkeit und gipfelt im letzten Liede, "Der Leiermann" in der Begegnung mit dem Tod.
Der Zyklus wurde ohne Pause gespielt, was den beiden Künstlern höchste Leistung abverlangte. Nach einem Moment des Innehaltens spendete das Publikum viel Beifall, zumal unsere Pianistin Anneli am nächsten Tag ein bedeutendes Geburtstagsjubiläum beging.


Winterreise-Wikepedia

Bei Wikepedia gibt es mehr Infos zur Winterreise
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Ehrung
Es wird gedrückt, bis der letzte Schnee der Winterreise taut
Publikum
Ein Getränk hilft über die Beschwerden der Winterreise hinweg
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     Mai 12
Samstag, den 12.05.2012

der Paddenkrug lud in die Unterwelt ein, aber nicht in den Geheimgang zwischen Kirche und
Paddenkrug, sondern in die Unterwelt des Orpheus.
*** Gastspiel des Puppentheaters Felicio ***

Jacques Offenbach "Orpheus in der Unterwelt"

Offenbach
da schmunzelt Jaques Offenbach

Neben den bescheiden hinter den Kulissen auftretenden Akteuren
Toni-Karsten Ackermann und Frank Kallbach
spielten auch u.a. Anneliese Rothenberger und Theo Lingen mit!
(auf einer Schallplattenaufnahme mit dem Philharmonia Hungarica von 1977)
Eine höchstvergnügliche Interpretation des Offenbachschen Lustspiels!


In der MAZ vom 14.05.12 schrieb Rotraut Wieland unter dem Titel "Die Sinneslust der Götter"

"Als die Vorstellung von „Orpheus in der Unterwelt“ nach fast zwei Stunden beendet war, wollten die Zuschauer das Stück am liebsten gleich noch einmal sehen. Der Applaus, die Bravorufe und sogar das Trampeln mit den Füßen kein Ende nehmen. „Köstlich“, „ein herrlicher Spaß“ äußerten sich die Besucher, die am Samstagabend in den Paddenkrug von Pinnow gekommen waren. Der Saal war mit mehr als 60 Besuchern fast bis auf den letzten Platz gefüllt."
Bühne
die Spannung vor der Vorstellung
Lingen
Hans Styx, alias Theo Lingen, "als ich noch Prinz war von Arkadien..."
Jupiter
Jupiter umwirbt Euredyke, summ, summ...  
Auch die Künstler waren sehr angetan und erwägen ein Comeback 2013, was die Padden hocherfreut.

Bis dahin können alle Interessenten das Programm im Stammhaus
Schivelbeiner Straße 45, 10439 Berlin ansehen.

Programmtips unter:

Seite des Puppentheaters Felicio
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Juni 12
Oper auf dem Dorfe:
Die Zauberflöte
am 10.06.12
Konzertante Aufführung der Oper von Wolfgang Amadeus Mozart nach dem Libretto von Emanuel Schikaneder
Leitung und Einstudierung Michael Engelke

21 Akteure wirkten am Sonntag nachmittag auf der gut besuchten Tenne unserer Scheune mit.
Von Profis wie der Pianistin Christina Bleidorn oder der Sängerin Xenia Romanshova (Königin der Nacht) bis zu enthusiastischen Musikschülern unterschiedlichen Ausbildungsstandes. Ein Wagnis, welches Michael Engelke mit Energie und Einfühlungsvermögen in den Griff bekommen hat. Alle hatten großen Spaß an der Aufführung, auch wenn manche kleine Passage noch nicht für einen Life-Auftritt im Fernsehen gedacht war. Die Zuschauer waren höchst zufrieden und dankbarer Applaus wurde gespendet.
Eine weitere Aufführung folgt demnächst in Liepe.

Eine Störaktion wurde seitens der Nachbarschaft gegen die Aufführung gestartet, die ihre Prekariats-Blage mit Trillerpfeifen ausschickte, "wir machen auch Konzert", meinte strahlend ein Erwachsener mit Klapper und Trillerpfeife.
Wie Stanislaw Jerzy Lec, der große Aphoristiker, schon bemerkte: "Einige hassen die Kunst. Das ist ein Schritt nach vorn: sie fangen an, sie zu begreifen."
Ein guter Rat: wenn man schon beschränkt ist, sollte man bei der Selbstpräsentation doch etwas Diskretion walten lassen.
oder
Selig sind die Armen im Geiste
Matthäus 5,1-3

nachfolgend einige fotografische Impressionen vom Konzert:
oper1
schwere Last, das E-Piano wird transportiert
oper
die Scheune mit dem Bühnenbild von Schinkel  
oper
die Pianistin Christina Bleidorn
  oper
Mitwirkende, so heiter wie die Oper  
oper
Tamila und Papageno
  oper
mitwirkende Kinder  
oper
Tamilo, Königin der Nacht, Sarastro
  oper
drei Damen
     oper
Applaus für Michael Engelke und seine Künstler

„Es siegte die Stärke und krönet zum Lohn – die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron’“
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Aug 12
Malerei und Plastik von Werner Zenglein und Herman Famulla
Werner Zenglein Geboren am 10.3.1950 in Dittweiler/Pfalz. Seit 1973 in Berlin, verheiratet, Vater einer Tochter. Studium der Erwachsenenbildung und Berufspädagogik. Seitdem Lehrer an der Kläre-Bloch-Schule (Fach- und Berufsoberschule im Zweiten Bildungsweg). Seit 1980 Bekanntschaft mit und Anregung durch die Dresdener Malerin Gerda Lepke. 1988 Begegnung mit dem Maler Andre´ Bednarczik, der für mehrere Jahre mein Lehrer wurde. Parallel zur Ausbildung bei Bednarczik Besuch von Veranstaltungen der Freien Kunstschule Berlin und der Hochschule der Künste. Von 1994 bis 1999 Atelier und Werkstatt in der Prignitz mit Andre´Bednarczik. Dort Bekanntschaft mit der Bildweberin Barbara Jedermann. Seitdem vielfältige Zusammenarbeit. 2000 Erwerb und Ausbau eines Hofes in Bleyen/Oderbruch Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen: Seit 1995 mehrmals im "Paddenkrug" in Pinnow; 1997 Ladengalerie Berlin, 1999 Parkhaus im Englischen Garten, Berlin, 2001 Stadt- und Heimatmuseum Kusel/Pfalz, 2005 Kunstspeicher Friedersdorf, 2009 Haus Birkenweg, Letschin, seit 2002 Beteiligung an den "Kunst-Loosen-Tagen" und den Wilhelmsauer Kunstmärkten.

Hermann Famulla wurde am 1.10.1946 in Sulingen geboren. Diese Jahre waren gekennzeichnet durch Jugendarbeit und ein Aufbegehren gegen den Muff dieser Kleinstadt. Die Antikriegseinstellung führte ihn in das Berlin der 68iger Jahre. Hier arbeitete er in linken Gruppen und finanzierte sich durch das Herstellen von Plakaten im Siebdruckverfahren. Studium in den fächern Elektronik, Mathematik, Physik und Bildungsökonomie führten letztendlich zum Lehrerberuf. Seit 1977 töpfert er in verschiedenen Gruppen. Seine Lehrerin war die Bildhauerin Rose-Marie Stiller. Um diese Zeit übernahm er auch die Nachlassverwaltung des Bauhäuslers Fritz Kuhr. Er war Mitglied der Handgruppe, die sich um Alwin Schütze im Bezirk Wilmersdorf von Berlin gebildet hatte. Als Mitglied dieser Gruppe nahm er 1992 an der Ausstellung "Materialkunst und Handzeichen" und 1994 an der Ausstellung "Begreifen der Zeit" teil. Die letztere Ausstellung war eine Wanderausstellung, die in verschiedenen Juwelierläden und im Paddenkrug in Pinnow gezeigt wurde. Nach dem Tod von Rose-Marie Stiller erfolgte der Aufbau einer Töpfergruppe, die sich später den Namen kgb (Kunstgruppe Berlin) gab. Es fanden Ausstellungen im Bezirksamt Tempelhof, in der FU in Dahlem, der Märkischen Scholle in Tempelhof und im Paddenkrug in pinnow statt. Die langjährige Beschäftigung mit dem Nachlasswerk von Fritz Kuhr, für das er jährlich ein bis zwei Ausstellungen organisiert, prägen heute sein künstlerisches Handeln. Ziel bleibt die Herausgabe eines Werksverzeichnisses dieses Künstlers. Zwischenzeitlich hat er den Siebdruck mit dem Nachdruck von Masereelmappen (la mer, le village, souveniers, …) und eigenen Arbeiten wieder aufgenommen.

Ausstellung
Karin und Werner Zenglein
Ausstellung
Eröffnung mit Hermann Famulla
Margitta_F.
Margitta Famulla, die als Mitglied der kgb eigene Arbeiten
ausstellte, erholt sich beim Stricken
  Ausstellung
beim Disput
   Einige Skulpturen  und Bilder
Ausstellung
  Ausstellung
Ausstelung
  Ausstellung


Bilder
Tryptichon
  Bilder2
Oderbruchbilder
Bei der Ausstellungseröffnung stellte Hermann Famulla, abgeleitet von den Brechtschen 7 Totsünden der Kleinbürger- Faulheit Stolz Zorn Völlerei Unzucht Habsucht Neid -
im Zusammenhang mit seinen Keramikarbeiten zu diesem Thema seine Thesen zu neuzeitlichen 7 Todsünden auf.
Hierzu zählte er:

Religiosität
Krieg
Fremdenhass
Gier
Machtstreben
Massenwahn
Liberalismus


Hermann Famulla begründete dies mit der philosophischen Kategorie der Vernunft,
wobei er diese stark mit dem Fortschritt des Geschichtsprozesses verband, ohne die Vernunftkritik der Moderne zu berücksichtigen, was beim Auditorium auf lebhaften Widerspruch stieß.
Eine Vernissage mit philosophischem Streitgespräch gibt es halt nur im Paddenkrug. Schließlich floß aber nicht das Blut der Welt-Revolution, sondern nur ein wenig Rotwein, ohne der Todsünde Völlerei zu verfallen.
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Sept 12

Piano Power Station
Harald Wittkowski und Band

pianist

PIANO POWER STATION spielt an zwei Pianos Boogie, Rock´n Roll und etwas Blues. Begleitet wird das Ganze vom Schlagzeug. Im Programm sind neben Klassikern und Eigenkompositionen auch Bearbeitungen bekannter Rock´n Roll-Songs von Bill Haley, den Beatles und den Rolling Stones zu hören. Im Jahr gibt PIANO POWER STATION ca. 50 Konzerte. Höhepunkte waren am 02.09.11 das Konzert als Vorband von "RAY WILSON & the Berlin Symphonie Ensemble". Ray Wilson ist Sänger und Songwriter der legendären Pop-Band GENESIS, bekannt durch die internationale Stimme von "Phil Collins". Schauspieler Axel Prahl lobte die Musik von PIANO POWER STATION am 08.07.11 im Rahmen der Veranstaltung "Inselleuchten". Teile von diesem Konzert wurden im RBB-Fernsehen ausgestrahlt. 2009 nahm PIANO POWER STATION sehr erfolgreich an den "11. Ahrenshooper Jazztagen" teil und gab am 04.12.10 ein Konzert im berühmten "Coselpalais", direkt neben der Frauenkirche in Dresden. Desweiteren hatte die Band 2010 jeweils ein Doppelkonzert mit "Engerling", "Monokel" und "Modern Soul" und gastierte beim Baaber und Zinnowitzer Jazzfestival. Auch auf den großen Kurbühnen der Ostsee, wie Binz, Baabe, Göhren, Sellin, Zinnowitz, Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf etc. konzertierte PIANO POWER STATION sehr erfolgreich. Ende 2011 spielte die Band in Berlin für den "Lichtenberger" und "Lichtenrader" Jazzverein - beide Male ein volles Haus! Harald Wittkowski, der Kopf der Band, hat ein Stück ostdeutsche Musikgeschichte mitgeschrieben. In den Achtzigern wurde er mit dem Elektronik-Duo "Pond" bekannt. Unter seiner Mitwirkung entstanden neben vielen Radio- und TV-Hits mehrere LP`s bzw.CD`s und die komplette Filmmusik zur 10-teiligen Fernsehserie "Auf der Seidenstraße". Ab 1993 arbeitete er als Solo-Pianist beim Berliner Satire-Theater "Die Kneifzange" und im Jahr 2000 gründete der ausgebildete Klavierlehrer und Musiker die PIANO POWER STATION. Auf den derzeitigen Touren hat die Band - natürlich bei Bedarf - eigene E -Pianos und eine leistungsstarke PA im Gepäck. Für die richtige Tonqualität und Lautstärke sorgt ein qualifizierter Tontechniker.
Im Internet www.piano-power-station.de, kann man einen kurzen Soundtrack hören und die Spieltermine einsehen.
Scheune
Publikum auf der Tenne
Publikum
Jung und alt lauschen begeistert
 Band
Die Band in Aktion
  Chef
Harald Wittkowski, der Chef der Band
     
Jump Scheune
Da bebt die Scheune!
Während früher die Silver Ager nach Rudi Schuricke lechzten oder bei Heintje träumten, steht ihnen heute der Sinn nach Boogie.
Aber so sehr puristisch ging es nicht zu, es waren nicht etwa ausschließlich Albert Ammons, Pete Johnson, oder Meat Lux Lewis gefragt, die Altmeister des Genres, auch Bill Haley, die Beatles oder die Stones kamen zum Zuge.
So hat es das Publikum nicht mehr auf den spatanischen Sitzen der Tenne gehalten, es wurde auch abgehottet!
Da jetzt die Gemeinden darüber nachdenken, zur Hebung der Reputation Zusätze auf den Ortseingangsschildern zu zulassen, schlagen wir vor:
Pinnow - Village of Rock ’n’ Roll
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Sept 12
Lesung Carmen-Maja und Jenny Antoni
Lesung

Am astronomischen Herbstbeginn wurde von der Paddenkrug-Crew der Ofen im ehemaligen Tanzsaal vorsichtshalber geheizt, was sich aber weitgehend als unnötig erwies, da sich mit Beginn der Lesung im gut besuchten Raume die Herzen aller Zuhörer für das Programm erwärmten, welches die rennomierte Brecht-Interpretin und ihre Tochter, wie sie Schauspielerin, vortrugen.
Launige Texte unter anderem von Hacks, Gernhard, Eco, Heym, Strittmatter und Tucholsky, vielfach zum Thema Männer und Frauen, aber auch zur Problematik, wie man mit einem Lachs verreist, erfreuten das Auditorium, dass entspannt und heiter in den Abend entlassen wurde. Die Freude war um so größer, als ein weiterer Abend mit den Antonis für den nächsten Frühsommer, also im Juni, diesmal mit Liedern von Brecht zum Klavier, angekündigt wurde. Gerade am Anfang der dunklen Jahreszeit beflügelt diese Botschaft, sich noch intensiver auf das nächste Jahr zu freuen.
Wir rufen den Künstlerinnen wie unseren Gästen zu:

Bis zum nächsten Mal!
Lesung
Auf der Bühne...
Lesung
... beim Lesen


In der Pause wurden emsig Autogrammwünsche an die Damen herangetragen.
Wer sich intensiver mit Werk und Biografie von Carmen-Maja und Jenny Antoni
befassen möchte, sei auf folgende Links verwiesen.
Webseiten über:

Carmen-Maja-Antoni

Jenny Antoni

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